| , 23.01.2012

„Die Bremsspuren des Krisenjahrs 2009 konnten wir in 2011 restlos beseitigen“, so Prof. Gondring, Studiendekan der DHBW und wissenschaftliche Leiter der ADI, und wir werden in 2012 wieder auf den alten Expansionskurs einschwenken können. An der  Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sind aktuell 28.173 Studierende eingeschrieben und in 2012 werden wir die Studentenzahl 30.000 überspringen. Der Effekt der doppelten Abiturjahrgänge spielt an unserer Hochschule überhaupt keine Rolle, da die Studienplätze ausschließlich von den Ausbildungsunternehmen nachgefragt bzw. zur Verfügung gestellt werden, unabhängig davon, wie viele Studierwillige auf den Markt drängen. Ich sehe, so Gondring, dass die Unternehmen vor dem Hintergrund des  2012 beginnenden demografischen Wandels sich frühzeitig ein „nachwachsendes Potenzial“ an High Potentials schaffen wollen. Denn unaufhaltsam wird sich der Fachkräfte- und Führungskräftemangel schon in den nächsten Jahren in allen Branchen bemerkbar machen. Die DHBW ist die einzige staatliche Hochschule in Deutschland, die ein umfassendes Angebot an dualen Studiengängen bietet und wie wir sehen, auch  immer mehr von anderen Hochschulen kopiert wird. So ändern sich die Zeiten: War die Berufsakademie (Vorläufer DHBW in Baden-Württemberg) immer das „Aschenputtel“ in der akademischen Welt, so sind wir heute die „begehrte Prinzessin“,  so Gondring. Nicht zuletzt ist es auch unserem ausgezeichneten Qualitätsmanagement zu verdanken, dass wir  eine gleichbleibend hohe Studienqualität über alle Fächer und Bereiche gewährleisten können, und so verwundert es auch nicht, dass die DHBW in 2011 nach Münster und Mannheim als dritte Hochschule in Deutschland eine Systemakkreditierung erhalten hat. Das heißt: es werden nicht mehr die einzelnen Studiengänge gem. ECTS akkreditiert, sondern die DHBW als Ganzes bzw. als System ist akkreditiert, was uns wiederum die Freiheit gibt, neue Studiengänge flexibel zu schaffen, ohne eine langwieriges Akkreditierungsverfahren durchlaufen zu müssen.  Der Studiengang Immobilienwirtschaft an der DHBW Stuttgart ist gefragt wie noch nie, so Gondring, und wir werden in 2012 eine weitere Professorenstelle für Immobilienwirtschaft besetzen können, was uns wiederum noch mehr Auftrieb geben wird.

Die ADI hat bereits in 2011 den Break-even überschritten und wird in diesem Jahr alle 6 Standorte „fahren“  können, so Gondring. Besonders sind  derzeit die Standorte München und Frankfurt gefragt, was damit zusammenhängt, dass die Unternehmen immer mehr auf Qualität in der Weiterbildung setzen und weniger auf „Schnickschnack“, so Gondring. Wir erreichen beides: Qualität auf der einen Seite und intensives „Netzwerken“ auf der anderen Seite. Denn Studienqualität zieht zwangsläufig immer ein leistungsfähiges Netzwerk nach sich, aber ein leistungsfähiges Netzwerk  führt noch lange nicht zu einer besseren Studienqualität.  Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unser positives Betriebsergebnis in der ADI GmbH

ausschließlich aus der eigenen Wertschöpfung generieren können und nicht von Stiftungsgelder und Spenden künstlich am Leben erhalten bleiben.  Alles in allem wird 2012 ein spannendes und erfolgreiches Jahr werden.